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PageSpeed Insights verstehen: So lesen Sie das Ergebnis

Sie haben Ihre Website getestet und sehen eine rote Zahl. Wie Sie die Ergebnisseite von oben nach unten lesen, welche drei Werte wirklich zählen und was kleine Websites fast immer bremst.

Von TalvesaVeröffentlicht am

Kurz gesagt

  • Oben stehen echte Messwerte aus Chrome, darunter eine Simulation im Labor. Bei kleinen Websites fehlt der obere Teil oft.
  • Entscheidend sind drei Werte: LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1 gelten als gut.
  • Die Punktzahl von 0 bis 100 stammt aus der Simulation und ist selbst kein Rankingfaktor.
  • Kleine Websites bremsen fast immer dieselben fünf Dinge, allen voran zu große Bilder und Dienste von fremden Servern.

Den Test richtig starten

Das kostenlose Werkzeug von Google steht unter pagespeed.web.dev. Drei Dinge machen das Ergebnis aussagekräftiger:

  • Die Handyansicht lesen. Das Ergebnis öffnet mit den Werten für Mobilgeräte, und die Bedingungen sind dort strenger als am Desktop.
  • Die richtigen Seiten prüfen. Jede Adresse wird einzeln gemessen: die Startseite und die Unterseite, auf der die meisten landen, etwa Speisekarte oder Leistungen.
  • Mehrmals messen. Der untere Teil schwankt. Notieren Sie zwei oder drei Durchgänge mit Datum.

Oben: echte Messwerte aus Chrome

Der obere Block mit den Werten Ihrer realen Nutzer stammt aus dem Chrome User Experience Report: Messungen aus echten Besuchen der letzten 28 Tage, in Chrome auf Computern und Android-Handys. Es zählt nur, wer Chrome Nutzungsstatistiken senden lässt und den Verlauf synchronisiert. Chrome auf dem iPhone fehlt ganz.

Jeder Wert ist das 75. Perzentil: Drei von vier Besuchen waren mindestens so schnell. Liegen die drei Kernwerte im grünen Bereich, gilt die Bewertung der Core Web Vitals als bestanden.

Bei kleinen Websites bleibt der Block oft leer, weil Google eine Seite erst ab einer nicht veröffentlichten Zahl von Besuchen auswertet. Manchmal gibt es dann Werte für die ganze Website, umschaltbar über dem Block. Fehlen auch die, ist das kein Fehler Ihrer Website; auch der Core-Web-Vitals-Bericht der Search Console bleibt dann leer. Es bleiben das Labor und Ihr eigenes Handy im Mobilfunknetz. Weil der Block 28 Tage zusammenfasst, kommt eine Verbesserung dort erst nach bis zu vier Wochen ganz an.

LCP, INP und CLS in einfachen Worten

Drei der Werte oben sind die Core Web Vitals. Was zwischen den beiden Grenzen liegt, zeigt das Werkzeug orange. INP hat im März 2024 den älteren Wert FID abgelöst; eine Anleitung, die noch FID nennt, ist veraltet.

Die drei Core Web Vitals und ihre Grenzen
WertWas er misstGutSchlecht
LCP (Largest Contentful Paint)Wann das größte sichtbare Element steht, meist das Kopfbildbis 2,5 süber 4 s
INP (Interaction to Next Paint)Wie schnell die Seite auf Tippen oder Klicken reagiertbis 200 msüber 500 ms
CLS (Cumulative Layout Shift)Wie stark Inhalte beim Laden verrutschenbis 0,1über 0,25

LCP zu hoch: Meist ist das Kopfbild zu groß oder wird verzögert geladen, was nur für Bilder weiter unten sinnvoll ist. Oder der Server antwortet langsam. Die „LCP-Aufschlüsselung“ im unteren Teil zeigt, welcher Abschnitt die Zeit kostet.

INP zu hoch: Zu viel JavaScript, etwa durch Plugins, Chat-Fenster, Tracking oder Slider. INP braucht echte Eingaben und steht deshalb nur oben; das Labor zeigt stattdessen die Total Blocking Time.

CLS zu hoch: Bilder ohne feste Breite und Höhe, Cookie-Banner, die sich oben in die Seite schieben, und spät geladene Schriften, die den Text neu umbrechen. Der Punkt „Verursacher von Layout Shifts“ nennt die Elemente, die springen.

Die Punktzahl: warum 100 nicht das Ziel ist

Die große Zahl darunter kommt aus Lighthouse, einem simulierten Aufruf: so, als würde Ihre Seite auf einem Android-Handy der Mittelklasse über eine langsame 4G-Verbindung laden. Am stärksten zählen Total Blocking Time (30 Prozent), LCP und CLS (je 25 Prozent). 90 bis 100 Punkte sind grün, 50 bis 89 orange, alles darunter rot.

Die Lighthouse-Dokumentation sagt ausdrücklich, dass 100 Punkte nicht erwartet werden: Von 99 auf 100 braucht es etwa so viel Verbesserung wie von 90 auf 94. Die Google-Suche bewertet die Werte aus echter Nutzung, nicht diese Zahl, und auch gute Werte garantieren keinen Platz weit oben. Daraus folgt:

  • Oben grün, unten orange: Ihre Besucher erleben eine schnelle Seite. Mehr Punkte bringen wenig.
  • Oben orange oder rot: Das ist das eigentliche Problem, gleich welche Zahl darunter steht.
  • Oben leer, unten rot: Dann ist das Labor Ihr einziger Hinweis. Lesen Sie die Einzelwerte gegen die Tabelle und gehen Sie die „Statistiken“ darunter durch.

Wird Ihre Website bei Google gar nicht gefunden, liegt das also nicht an der Punktzahl. Woran dann, steht unter Website nicht bei Google gefunden.

Fünf Ursachen, die kleine Websites fast immer bremsen

  1. Zu große Bilder. Ein Kopfbild direkt aus der Kamera wiegt oft mehrere Megabyte, weit mehr, als ein Handy braucht. Der Bericht meldet das unter „Bildübermittlung verbessern“. Wie Sie Bilder vorbereiten, steht unter Fotos für die Website.
  2. Dienste von fremden Servern. Chat-Fenster, Tracking, eingebettete Karten, Videos und Feeds aus sozialen Netzwerken laden eigene Skripte von außen. Der Punkt „Drittanbieter“ listet sie auf. Was das für den Datenschutz heißt, steht in der DSGVO-Checkliste.
  3. Zu viele Plugins. Auf WordPress bringt fast jedes Plugin eigene Skripte mit, oft auf jeder Seite. Löschen Sie, was niemand nutzt.
  4. Ein langsamer Server. Hosting ohne Zwischenspeicher baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen. Das zeigen oben der Wert TTFB und unten der Punkt „Latenz der Dokumentanfrage“. Hier hilft ein Cache oder ein anderer Tarif, kein kleineres Bild.
  5. Schriften. Mehrere Schriftfamilien in vielen Stärken, dazu von einem fremden Server: Bis alles geladen ist, fehlt der Text oder springt beim Austausch. Eine Familie in zwei Stärken vom eigenen Server reicht meist.

Wann Nachbessern nicht mehr reicht

Das meiste davon lässt sich ohne Neubau beheben; danach messen Sie neu. An Grenzen stoßen Sie in drei Fällen:

  • Ein Baukasten. Skripte und Server bestimmt der Anbieter; Sie kommen nur an Bilder und Inhalte heran. Mehr dazu im Vergleich von Baukasten und Webdesigner.
  • Ein Theme auf einem Page-Builder. Dessen Gerüst steckt in jeder Seite. Es loszuwerden heißt, die Seiten neu zu bauen.
  • Veraltete Technik. Ohne Updates für System und Erweiterungen ist Tempo selten das einzige Problem; siehe die Anzeichen für einen Relaunch.

Bei uns steht „Mobil optimiert und schnell“ in jedem Paket, von Präsenz bis Plus. Nachprüfen können Sie das im Band Gemessen auf unserer Startseite: Es misst Ladezeit, Seitengewicht und Anfragen an Dritte in Ihrem eigenen Browser.

Quellen

Ratgeber

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